Naturfreunde Dortmund-Kreuzviertel

DO-BuntstattbraunVom Forum gegen Rechts erhielten wir für den 31. März 2011 folgende Einladung:

„Wer keine oder eine düstere Zukunftsperspektiven hat, wer schlechte Zeiten durchmachen muss, Arbeitslosigkeit zu spüren bekommt, der wird anfällig für Thesen und Taten der braunen Extremisten, der driftet leicht ab ins rechte Lager. Das jedenfalls ist eine gängige Meinung und Befürchtung, die wir nicht ungeprüft stehen lassen. Sie führt zu Vorurteilen einerseits und verschließt die Augen davor, dass sich Rechtsextremismus auch in ganz anderen Kreisen breit macht.“

So hatten wir bereits im Oktober letzten Jahres unser drittes Forum gegen Rechtsextremismus angekündigt. Die Veranstaltung konnte dann wegen einer Trauerfalls in der Familie des Referenten nicht stattfinden. Wir verabredeten aber, sie als Auftakt in unser Programm des Jahres 2011 zu übernehmen.

Wir laden daher erneut ein zum dritten Forum gegen Rechtsextremismus:

Junge Menschen ohne Perspektive -
Was bieten ihnen Nationalisten?
Vortrag: Dr. Bernd Sommer
(Kulturwissenschaftliches Institut Essen)
Donnerstag, 31. März 2011 um 19:00 Uhr
im Katholischen Centrum, Propsteihof 10, 44137 Dortmund,
nahe U-Bahn-Station Kampstraße/Petergasse, Westenhellweg, Silberstraße










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Dr. Bernd Sommer ist Mitarbeiter am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen. Er hat promoviert über das Thema „Prekarisierung und Ressentiments. Studien zum Verhältnis von sozialer Unsicherheit und rechtsextremen Orientierungen im vereinten Deutschland.“ Seit 2008 ist er Lehrbeauftragter im Fach Soziologie am Institut für Soziologie und Sozialpsychologie der Universität Hannover.

Ein Zusammenhang von sozialer Schieflage und rechtsextremer Orientierung kann sein und muss nicht sein. Ein Allheilmittel wäre das allemal nicht. Ohne Perspektive und offen für nationalistische Ideen können Jugendliche und Heranwachsende aber auch sein, wenn sich nicht mit Lehrern oder Eltern auseinandersetzen können und wenn sie zu Einzelgängern oder Außenseitern abgestempelt werden. Andere engagieren sich dagegen, setzen Fantasie und Ausdauer ein, um ihr Leben zu meistern, ohne den Nationalisten auf den Leim zu gehen. Das Selbstwertgefühl, die Anerkennung durch andere, das alles gehört zum sozialen Kontext, in dem junge Leute sich selbst finden und sozial einbinden.

Das dritte Forum fragt nach der Lebenswirklichkeit und Selbstwahrnehmung von autonomen Nationalisten in dieser Stadt und Region. Wie hängen das soziale Umfeld und die Ich-Findung zusammen? Welchen sozialen Erfolg, welche soziale Anerkennung versprechen die Nationalisten? Mit dem dritten Forum schließt die Veranstaltungsreihe „Neonazis in unserer Stadt“, mit der der Arbeitskreis gegen Rechtsextremismus in vergangenen Jahr seine öffentliche Informations- und Diskussionsplattform eröffnet hat. Wer auch zu den Veranstaltungen 2011 einladen werden will und sich aktiv an Aktionen und Demonstrationen gegen die Umtriebe von Rechtsextremisten in Dortmund beteiligen möchte, kann sich per Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! anmelden.

Hier Flyer downloaden {phocadownload view=filepreviewlink|id=83|previewwidth=640|previewheight=480}